Gut zu wissen …

Regeln rund um die Abfallarten

  Altholz  
Altholz ist nicht gleich Altholz, da eine Trennung von schadstoffbelasteten und schadstoffarmen Hölzern gemäß Altholzverordnung vorgeschrieben ist. An allen Wertstoffhöfen wird Altholz in haushaltsüblichen Mengen bis max. 1 m³ angenommen. Es gelten allerdings folgende Ausnahmen: Fensterstöcke, Außentüren und Türstöcke, Holz von Garagentoren, imprägnierte Hölzer aus dem Außenbereich, Holzbalkone, Zaunlatten, imprägnierte Gartenmöbel. Diese Althölzer können nur an bestimmten Wertstoffhöfen abgegeben werden (dort stehen Container zur getrennten Anlieferung bereit). Sie finden diese auf der Wertstoffhofübersicht auf Seite 12, gekennzeichnet mit „Altholz außen“. Ganz von der Annahme ausgeschlossen sind kyanisierte oder PCB-haltige Hölzer. Möchten Sie wissen, ob ein Holz schadstoffbelastet ist? Rufen Sie die Abfallberatung unter 08151 2726-23 an!

  Asbest  
Kleine Mengen bis 50 kg (ca. 2 bis 3 Platten), angefeuchtet und in staubdichter Folie verpackt, können an den Wertstoffhöfen in Andechs, Gauting-Buchendorf, Seefeld und Starnberg abgegeben werden. Bei größeren Mengen an Asbestzementabfällen wenden Sie sich an die Abfallberatung (08151 2726-23).

  Druckerpatronen und
 Tonerkartuschen  
Aufgrund häufiger Nachfragen bietet der AWISTA ein Entsorgungssystem für Druckerpatronen und Tonerkartuschen an. Gesammelt werden Druckerpatronen, Tintenpatronen, Kartuschen, Tonerkartuschen (flüssig und pastös, in Kopierern, Faxgeräten, Laserdruckern), Farbtoner, Fotoleitertrommeln (in Kopierern, Faxgeräten), Resttonerbehälter (aus Laserdruckern). Es können leere, volle und auch bereits wiederbefüllte Patronen abgegeben werden. Allerdings werden nur Originaleinbauteile der jeweiligen Hersteller angenommen.

  Elektro-Altgeräte  
Gebrauchte und defekte Elektro- und Elektronik-Altgeräte enthalten umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Stoffe. Somit sind Elektro-Altgeräte separat zu entsorgen. Die Restabfalltonne ist hierfür ungeeignet. Das Symbol „durchgestrichene Restabfalltonne“ auf den Elektrogeräten soll den Letztbesitzer (privat und gewerblich, soweit es sich um im Haushalt übliche Geräte handelt) erinnern, die ausgedienten Geräte zum Wertstoffhof zu bringen oder beim Fachhandel kostenlos abzugeben. Die Hersteller sind verpflichtet, die gesammelten Geräte zurückzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Akkus und Batterien sind vorher auszubauen und im grünen bzw. gelben Sammelfass zu entsorgen. Beachten Sie bitte Ihre Eigenverantwortlichkeit im Umgang mit den auf den Elektro-Altgeräten gespeicherten personenbezogenen Daten. An allen Wertstoffhöfen werden Haushaltsgroßgeräte, Fernseher, Bildschirme und Monitore und Haushaltskleingeräte, Unterhaltungselektronik und Telekommunikationselektronik angenommen. Zudem werden weiterhin überall Lampen angenommen.

  Lampen 
Hierzu gehören insbesondere Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LEDs. Die herkömmlichen Glühbirnen sind nahezu vollständig aus den Regalen des Handels verschwunden.
Es werden jetzt die neuen Energiesparlampen, LEDs und – wie bisher – Leuchtstoffröhren angeboten. Aber auch diesen Lampen geht irgendwann das Licht aus und sie müssen entsorgt werden. Sie werden nach Gebrauch aufgrund geringer Spuren von Schwermetallen in den Leuchtstoffen wie Sonderabfall behandelt und verwertet. Für Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LEDs stehen deshalb an allen Wertstoffhöfen Behälter zur Abgabe bereit. Beschädigte Lampenteile oder Scherben bitte vorsichtig mit Klebeband oder einem feuchten Lappen aufnehmen, 
alles in eine Plastiktüte oder ein gedeckeltes Glas legen und anschließend am Wertstoffhof abgeben. Noch vorhandene Glühbirnen und Halogenlampen sind wie bisher in der Restabfalltonne zu entsorgen.

  Kühl- und Gefriergeräte  
Diese Geräte sowie mobile Klimaanlagen, Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie und Ölradiatoren beinhalten umweltgefährdende Flüssigkeiten. Diese Geräte werden nur an den Wertstoffhöfen Berg, Gauting Buchendorf, Seefeld und Starnberg angenommen.

  Entsorgung von PV-Modulen und Elektrospeicherheizgeräten  
Am Wertstoffhof Andechs werden PV-Module und Elektrospeicherheizgeräte angenommen. PV-
Module können in den haushaltsüblichen Mengen (max. 5 Module) abgegeben werden. Für Elektrospeicherheizgeräte gelten besondere Annahmebedingungen. Elektrospeicherheizgeräte enthalten häufig gefährliche Stoffe wie Asbest und Chrom und werden ausschließlich am Wertstoffhof Andechs und nur unter strengen Auflagen angenommen. So entsorgen Sie Elektrospeicherheizgeräte richtig: Vor der Anlieferung stellen Sie beim AWISTA einen Antrag zur befristeten Direktanlieferung eines Elektrospeicherheizgerätes. Der AWISTA erteilt eine Anliefergenehmigung, die nur für ein festgelegtes Datum und Kfz-Kennzeichen gilt. Der Abbau muss durch Fachfirmen oder -personal mit Sachkundenachweis erfolgen. Als Nächstes können Sie sich gegen Vorlage der Genehmigung am Wertstoffhof Andechs eine Europalette und Stretchfolie mit Wickelgerät für die Verpackung und den Transport des Gerätes abholen. Die Lüftungsöffnungen sind zu verkleben. Das Gerät ist mit der Folie einzuwickeln, sodass es staubdicht verpackt ist. Ein Verpacken vor Ort am Wertstoffhof ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
 Die Anlieferung darf ausschließlich mit dem vorher bestimmten Fahrzeug zu dem genauen Datum erfolgen. Die Wertstoffhof-Mitarbeiter vor Ort prüfen Ihre Genehmigung, ob Ihr Kfz-Kennzeichen mit dem auf dem Antrag übereinstimmt und ob das Gerät ordnungsgemäß verpackt wurde. Nur wenn alle Prüfkriterien erfüllt sind, darf das Gerät angenommen werden. Sie erhalten Stempel und Unterschrift auf Ihrer Genehmigung, die bestätigen, dass Sie das Gerät ordnungsgemäß abgeliefert haben. Die Gebühr pro angeliefertem Gerät beträgt 19,00 Euro. Sollten Elektrospeicherheizgeräte nicht ordnungsgemäß verpackt sein, werden diese von unserem geschulten Personal am Wertstoffhof nachverpackt. Hierfür erhebt der AWISTA zusätzlich ein erhöhtes Entgelt von 150,00 € pro Gerät. Weiterhin wird in diesen Fällen ein strafrechtliches Vorgehen geprüft, da es sich um gefährliche Abfälle handelt, bei dem unsere Mitarbeiter sowie auch die Kunden am Wertstoffhof einem vermeidbaren Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden. Wir empfehlen dringend, diese Arbeiten von einem nach TRGS-zertifizierten Fachunternehmen ausführen zu lassen. Die Adressen erhalten Sie bei der Beantragung.

  Farben und Lacke  
Die Reste von heutzutage im Haushalt üblichen Wandfarben und Lacken sind kein Problemabfall und werden deshalb nicht vom Schadstoffmobil angenommen. Lassen Sie die Reste eintrocknen und aushärten oder binden Sie diese mit Sägemehl oder Verputz ab. Dispersionsfarben, Lösungsmittelreste oder Lacke dürfen unter keinen Umständen im Abfluss entsorgt werden. Kleinere, leere Eimer oder Dosen geben Sie bitte in den Gelben Sack, solche mit eingetrockneten oder abgebundenen Resten in die Restabfalltonne. Große, leere Eimer, vor allem von Dispersionsfarben, können an den Wertstoffhöfen in die Container für Verpackungsabfälle gegeben werden. Gebrauchte Malerutensilien gehören in den Restabfall. Beachten Sie bitte auch die Hinweise zur Problemabfallbeseitigung.

  Erdaushub
Der bei kleineren Baumaßnahmen anfallende Erdaushub kann nicht am Wertstoffhof abgegeben werden. Hierfür stehen im Landkreis private Kiesgruben zur Verfüllung zur Verfügung. Für weitere Informationen bitte die Abfallberatung anrufen.

  Gipskartonplatten (Rigips)
Sortenreiner Gipskarton bis zu einer Menge von 100 Litern wird an den Wertstoffhöfen Andechs, Berg, Gauting Buchendorf, Gauting Planegger Straße, Inning, Pöcking, Seefeld, Starnberg und Wörthsee separat erfasst. Porenbeton, Gipssteine sowie Gipskartonabfälle mit Anhaftungen wie Putz, Fliesen, Styropor® sowie Metallen, Holz oder Kunststoffen können nicht angenommen 
werden.

  Nichtverpackungskunststoffe
Verpackungsmaterialien sind nach wie vor über die Gelbe-Sack-Sammlung im Holsystem zu entsorgen. Nichtverpackungskunststoffe werden vom AWISTA separat an einigen Wertstoffhöfen erfasst. Da diese Materialien bisher umständlich aus dem Sperrabfall aussortiert werden mussten, können durch die Einführung der separaten Sammlung Kosten eingespart werden, die wiederum der Stabilisierung der Abfallgebühren zugutekommen. Für die Erfassung der Kunststoffe sind an den Wertstoffhöfen Andechs, Berg, Gauting Planegger Straße, Inning, Pentenried, Pöcking, Seefeld, Starnberg, Tutzing und Wörthsee Container aufgestellt. Angenommen werden ausschließlich Kunststoffe aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) ohne Metallbestandteile. Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer „Abfallanlieferung auf dem Wertstoffhof“, der an jedem Wertstoffhof und in unserer Geschäftsstelle erhältlich ist.

  Papier, Pappe und Kartonagen
Durch die Verwertung von Papier, Pappe und Kartonagen wird nicht nur die Umwelt geschont. Vielmehr leisten die Einnahmen aus den Verwertungserlösen auch einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Abfallgebühren. Bitte unterstützen Sie auch weiterhin aktiv die Erfassung und Verwertung des Altpapiers durch den AWISTA. Die Sammlung über die Papiertonne ermöglicht die bequeme Entsorgung von Papier, Pappe und Kartonagen. Diese können gemeinsam eingeworfen werden. Papier, Pappe und Kartonagen sind durch die Tonne besser geschützt, denn für die optimale Verwertung müssen diese Materialien sauber und trocken sein. Für eine möglichst effiziente Erfassung der Materialien ist es wichtig, dass große Kartonagen zusammengefaltet oder zerkleinert werden, sodass das Volumen der Tonne bestmöglich ausgenutzt wird.

  In die Papiertonne gehören:
Aktenordner aus Karton, Briefe, Briefumschläge, Bücher, Computerausdrucke, Drucksachen, Eierkartons, durchgefärbtes Kopierpapier, Hefte, Illustrierte, Kalender, Kartons, Kataloge, Magazine, Mehl- und Zuckertüten, Notizblöcke, Obststeigen aus Altpapier, Papierhandtücher, Pappe, Prospekte, Schachteln, Schmierpapier, sonstige saubere unbeschichtete Papiere, Thermopapier (Fax-, Kassenzettel), Zeitschriften und Zeitungen.

  NICHT in die Papiertonne,
 sondern in die Restabfalltonne gehören:
Aktenordner aus Kunststoff, Kohlepapier, Blaupapier, Durchschreibepapier, verschmutztes Papier, Hygienepapiere, Windeln, beschichtetes Papier, selbstklebendes Papier, Tapetenreste, Fotografien, Backpapier, gewachstes Papier, verschmutztes Pappgeschirr, Fotobücher.

  NICHT in die Papiertonne,
sondern in die Bioabfalltonne gehören:
Papiertaschentücher, Küchenkrepp, Servietten.

  NICHT in die Papiertonne, sondern in den Gelben Sack gehören:

Saft- und Milchkartons, sogenannte Tetra Paks®.

  Abgabe von Pappe und Kartonagen auf den Wertstoffhöfen:
Ergänzend können nach wie vor die Wertstoffhöfe zur Abgabe von Pappe und Kartonagen genutzt werden. Aus diesen Materialien werden wieder Verpackungen oder Kartonagen hergestellt. Bei Wertstoffhöfen ohne Presse bitte die Kartonagen flach zusammenlegen, um Platz im Container zu sparen.
Zeitungen und Zeitschriften sind ausschließlich über die Papiertonne zu entsorgen.

  Übermengen an Mischpapier
Sollten Mehrmengen an Mischpapier, die die Papiertonne nicht mehr aufnehmen kann, anfallen, haben Sie die Möglichkeit, mit einer (kostenpflichtigen) Expressleerung diese Mengen innerhalb von 24 Stunden abfahren zu lassen. Sollten große Mengen an Altpapier bspw. aus Entrümpelungen, Geschäftsaufgabe, Umzug oder Ähnlichem anfallen, können Sie zusätzlich Altpapiercontainer ( 660 l oder 1 100 l ) bestellen, befüllen und leeren lassen.
Hierfür fallen nur Kosten für die Anlieferung und Abholung der Altpapiercontainer an. In Ausnahmefällen ( Haushaltauflösung ) kann auf Anfrage bei der Abfallberatung eine Sondergenehmigung zur Anlieferung am Wertstoffhof Andechs ausgestellt werden. Für detaillierte Informationen sowie zur Zusendung des Antrages wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung 08151 2726-23.

  Befüllung und Bereitstellung von Papier-, Bioabfall- und Restabfalltonnen
Die Abfallbehältnisse müssen am Leerungstag ab 6:00 Uhr morgens auf dem Bürgersteigrand zur Leerung bereitgestellt sein. Ist kein Gehweg vorhanden, stellen Sie die Tonne/n bitte an den äußersten Rand der Straße oder an einem zur Abholzeit zugänglichen Ort, der nicht mehr als 5 m vom Garteneingang entfernt ist, bereit und bringen Sie diese nach deren Entleerung zeitnah an Ihren Standort zurück.

  Überfüllte Tonnen werden nicht geleert.
Bitte beachten Sie, dass der Deckel der Tonnen geschlossen ist, da sonst die Mechanik des Müllwagens nicht störungsfrei arbeiten kann. Bei gelegentlichem Mehranfall von Restabfall können Sie Restabfallsäcke mit einem Volumen von 60 Litern (7,00 Euro) oder 100 Litern (11,00 Euro) kaufen. Verkauft werden diese an den Wertstoffhöfen Andechs, Feldafing, Gauting Planegger Straße, Gilching, Herrsching, inning, Krailling, Pöcking, Starnberg, Tutzing und Wörthsee sowie in allen Rathäusern und in der AWISTA Geschäftsstelle. Stellen Sie diese Restabfallsäcke am Leerungstag neben der Restabfalltonne zur Abholung bereit. Übermengen an Kartonagen können Sie – wie oben beschrieben – bei allen Wertstoffhöfen abgeben. Haushaltsübliche Mengen an Grüngut (max. 1 qm) können Sie an den Grüngutsammelstellen in Gilching-Herbststraße, Krailling ( bei Bauhof ) und Gauting-Buchendorf sowie auf den Wertstoffhöfen ( außer Gilching ) abgeben. Größere Mengen nimmt die Kompostieranlage Hadorf an. Sollte bei Ihnen dauerhaft mehr Papier, Rest- oder Bioabfall anfallen, als in Ihre Tonnen passt, bitten wir um Ihren Anruf
 08151 2726-0.

  Styropor
Keine Annahme von Dämmplatten aus Expandiertem Polystyrol (EPS). Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Verpackungsstyropor und Baustyropor (Styrodurdämmplatten). Sauberer Verpackungsstyropor kann an allen Wertstoffhöfen zu den üblichen Mengen abgegeben werden. Dämmplatten aus EPS oder Dichtungsmaterial aus PU-Schaum können hingegen mit einem Flammschutzmittel behandelt sein und gelten somit als gefährlicher Abfall. Dazu gehören auch Dämmplatten aus EPS oder Dichtungsmaterial aus PU-Schaum. Ploystyrol-Dämmplatten werden nicht am Wertstoffhof angenommen. Kleinstmengen dieser Abfälle können über die Restabfalltonne entsorgt werden. Für tagesaktuelle Informationen wenden Sie sich bitte die Abfallberatung unter der Telefonnummer 08151 / 2726-23.