Pressemitteilung

AWISTA soll am Standort Mischenried die kommunale Umladestation errichten. Der Verwaltungsrat votiert einstimmig für den Neubau neben dem Remondis Standort und will 2023 damit in Betrieb gehen.

Starnberg, 26. September 2019. „Ich bin froh, dass wir die beiden Standorte miteinander verglichen haben und zu einem einstimmigen Ergebnis im Verwaltungsrat gekommen sind“ fasste Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Karl Roth das Ergebnis der Standortanalyse durch das Beratungsbüro INFA GmbH, Ahlen, zusammen. „Es war mir wichtig, so der Vorsitzende, dass wir den Erhalt der Trinkwasser- und Lebensgrundlagen für einen großen Teil der Bevölkerung geschützt wissen und dass wir unser Vorhaben an einem Standort realisieren können, der in allen untersuchten und bewerteten Eigenschaften am Vorteilhaftesten beurteilt werden konnte.“

Vorbereitet wurde die heutige Entscheidung bereits im Lenkungskreis am 08.07.2019. Zwei Verwaltungsräte und der Vorsitzende sowie die Bürgermeister*in der Gemeinden Weßling, Gilching und Gauting gaben die Themen und die Gewichtung dem Beratungsbüro vor. Das Kriterium „Ökologie“ wurde dabei am Höchsten bewertet. Die weiteren fünf Prüfmerkmale, bestehend aus standortbedingte Logistikkosten, Nutzbarkeit, Infrastruktur, Standortumfeld und Risiken lagen alle prozentual sehr nah beieinander.

Nach mehr als zweistündiger ausführlicher und detaillierter Ausführungen des Standortvergleichs stand mit dem Standort Mischenried der künftige Betriebsstandort des Kommunalunternehmens AWISTA-Starnberg für alle Beteiligten fest.

Der Verwaltungsrat beauftragte gleichzeitig den Vorstand Peter Wiedemann, mit der Gemeinde Weßling umgehend die planungsrechtlichen Schritte einzuleiten sowie die notwendigen Antragstellungen für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes vorzubereiten.

Nachdem das AWISTA Starnberg KU erst in 2034 über die Grundstücksfläche verfügen kann, die heute von Remondis als Umladestation genutzt wird, wollte der Verwaltungsrat nicht länger warten und verständigte sich auf zwei Bauabschnitte. Im ersten, auf der heute unbebauten Grundstücksfläche, entsteht eine zukunftsfähige Umladestation. Vorgesehen ist eine Waage, ein Waagenhäuschen mit Disposition und Umkleide, sowie Lagerplätze bzw. Stellflächen für Fahrzeuge und verschiedene Abfallfraktionen.

Vorstand Peter Wiedemann dankte den Beteiligten für ihre Entscheidung, mit der für den AWISTA nach der organisatorischen Umgründung zum Kommunalunternehmen mit dem jetzigen Platzet, einen Betriebsstandort in Mischenried zu errichten, ein wegweisender Schritt für ein zukunftsfähiges kommunales Entsorgungsunternehmen eingeleitet wird. Nach der Schließung von Unering 1993 verfügen die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Starnberg nach 30 Jahren wieder über eine eigene Infrastruktur zur Erhaltung der kommunalen Daseinsvorsorge in ihren Händen. Wichtig ist mir, so der Vorstand, dass wir bei dem sehr anspruchsvollen Termin- und Maßnahmenplan mit der Gemeinde Weßling in vertrauensvoller Zusammenarbeit ein tragfähiges Ergebnis erzielen.

Karl Roth als Verwaltungsratsvorsitzender bedankte sich besonders bei den drei Bürger-meistern*in, die gemeinsam mit der Projektlenkungsgruppe konstruktiv kritisch die Themenwahl und deren Gewichtung begleiteten und dem Verwaltungsrat pointiert die jeweils örtlichen Sichtweisen nahe bringen konnten.

 

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