Die Standortanalyse für das neue Wertstoff- und Dienstleistungszentrum beginnt!

Die Projektlenkungsgruppe hat die Arbeit aufgenommen.

Zum ersten Mal tagte unter der fachlichen Begleitung von Dr.-Ing. Heinz-Josef Dornbusch und Bernd Ewering, INFA GmbH aus Ahlen, die Projektlenkungsgruppe um den vorteilhaftesten Standort für das künftige Wertstoff- und Dienstleistungszentrum des AWISTA Starnberg KU zu ermitteln.

Landrat Karl Roth, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender, beschrieb die Ausgangslage und die Aufgabenstellung so, dass mit dem Instrument der Nutzwertanalyse der erfolgversprechendere Standort zwischen den beiden Grundstücken „Oberbrunn, Gemeinde Gauting“ und den Flächen in „Mischenried, An den Gruben, Gemeinde Weßling” ermittelt werden soll. „Die Kriterien für die Standortfestlegung werden durch die Projektlenkungsgruppe abgestimmt und entschieden.“ Damit machte der Verwaltungsratsvorsitzende den Mitgliedern des Lenkungskreises zu Beginn der Sitzung klar, welche Verantwortung ihnen heute übertragen ist.

Zuvor war ein Kriterienkatalog für die Nutzwertanalyse durch das Beratungsbüro INFA GmbH erarbeitet worden und diente als Grundlage für die gemeinsame Diskussion. Die drei Gemeindevertreter (Gauting: Erste Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Weßling: Zweiter Bürgermeister Michael Sturm und Gilching: Erster Bürgermeister Manfred Walter) sowie die Verwaltungsräte, Gerd Mulert und Max Stürzer verständigten sich mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Karl Roth und Vorstand Peter Wiedemann nach mehrstündigem intensiven Gedanken- und Meinungsaustausch auf die Haupt- und Nebenkriterien und deren jeweiliger Gewichtung zueinander. Insgesamt wurden sechs Hauptkriterien verabschiedet und zwar zur Ökologie, zur Wirtschaftlichkeit, zur Verfügbarkeit der Grundstücke zur Infrastruktur sowie zum Standortumfeld und abschließende zur Bewertung der örtlichen Risiken, speziell zum Boden- und Wasserschutz.

Für zusätzliche Unterkriterien wie z.B. Ressourcenbedarf, CO2-Auswirkung, Transportzeiten, Mautkosten, Expansionsmöglichkeiten / Betriebserweiterungen, Verkehrsanbindung, Erreichbarkeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Bürgerinnen und Bürger, Entfernung zur Wohnbebauung sowie die vermutete Akzeptanz des Standortes wurden mess- und quantifizierbare Prüfkriterien festgelegt. Nicht untersucht werden hingegen die Baukosten der verschiedenen Gebäulichkeiten sowie der Gründungsverhältnisse, denn das hätte, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen bedeutet, dass für beide Grundstücke eine maßstäbliche Entwurfsplanung, entsprechende Baugrunduntersuchungen sowie eine vollständige natur- und immissionsschutzrechtliche Begutachtung zu beauftragen gewesen wäre. Diese Untersuchungen sollten nach einhelliger Überzeugung des Gremiums erst dann beauftragt werden, wenn an Hand der Nutzwertanalyse feststeht, welcher Standort bevorzugt überplant werden soll.

Am Ende des Workshops gaben die sieben Teilnehmer die gemeinsam erarbeiteten Bewertungskriterien und ihre Einschätzung der Gewichtung an INFA GmbH zur abschließenden Erarbeitung der Nutzwertanalyse auf den Weg. Mit deren Ergebnissen wird frühestens Ende September/Anfang Oktober 2019 gerechnet.

Es ist folgende Vorgehensweise verabschiedet worden:

  • INFA GmbH erstellt auf Basis der erarbeiteten Festlegungen die konkreten Bewertungen für den Standortvergleich/-analyse.
  • Sollten demzufolge zusätzliche Fachgutachten notwendig werden, sind diese zu beauftragen
  • Nach der Vorstellung im Verwaltungsrat werden die Ergebnisse durch die INFA GmbH gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert.

Abschließend bedankte sich Landrat Karl Roth bei INFA GmbH und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle für die Vorbereitung. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Projektlenkungsgruppe bedankte er sich für den konstruktiven Dialog, die durch ihre Beiträge eine faire, transparente und akzeptierte Standortauswahl ermöglichen wird. Alle Anwesenden waren sich am Ende einig und sind mit einem klaren Statement nach Hause gegangen. „Der Arbeitsauftrag ist erteilt und schon heute sind wir sehr gespannt, welches Ergebnis die Analyse liefern wird!“


Luftbildaufnahmen von beiden relevanten Standorten.

Mischenried, Gemeinde Weßling

Oberbrunn, Gemeinde Gauting