# Bioabfall

Bioabfall

Wohin mit Bioabfall und Grüngut ?
Noch immer werden im Landkreis Starnberg große Mengen Bioabfälle über den Restabfall entsorgt. Nach einer Sortieranalyse des AWISTA aus dem Jahr 2011 machen organische Abfälle insgesamt fast 33 % der Restabfallmenge aus. Das schadet nicht nur dem Geldbeutel der Bürger, sondern auch der Umwelt, da diese Abfälle in der Verbrennung landen und nicht mehr dem Stoffkreislauf zugeführt werden können.
Da dieser Missstand natürlich nicht nur in Starnberg ein Problem ist, hat der Gesetzgeber reagiert und die getrennte Erfassung von Bioabfall seit dem 01.01.2015 verbindlich vorgeschrieben. Auf die Bürger des Landkreises Starnberg hat das zwei Auswirkungen. Erstens erhalten alle Bürger, die noch nicht über eine Biotonne verfügen, im ersten Halbjahr 2016 eine solche. Davon betroffen ist in etwa jeder vierte Haushalt. Zweitens sollen künftig nicht mehr nur Garten- und ungekochte Küchenabfälle über die Biotonne erfasst werden. Dabei stellt sich natürlich die Frage …
… was sind Bioabfälle überhaupt und was gehört in die Biotonne?
Grundsätzlich sind Bioabfälle biologisch abbaubare pflanzliche, tierische und aus Pilzmaterialien bestehende Abfälle, die im Garten- und Landschaftspflegebereich und in der Küche anfallen. Unterschieden wird in der Erfassung außerdem zwischen Grüngut, also
 größeren Mengen an Gartenabfällen, das an den Wertstoffhöfen oder der Kompostieranlage Hadorf angeliefert werden kann, und Abfällen für die Biotonne. Letztere umfassen insbesondere:
Obst- und Gemüseabfälle sowie weitere Küchenabfälle (Trockenobst, Schalen von Obst und Gemüse)
Eierschalen, Fleisch- und Wurstreste, Knochen, Gräten
Brot- und Gebäckreste
Kaffee- und Teefilter/Teebeutel
Küchentücher, Servietten
Obst, Obstschalen aus Pappe
Gekochte und ungekochte Speisereste
Verdorbene, verschimmelte und ungenießbare, unverpackte Lebensmittel
Laub, Blumen, Unkraut, Wurzeln, Stroh, kleine Zweige und Rasenschnitt
Sägespäne aus unbehandeltem Holz, Haustierstreu und Vogelsand in kleinen Mengen
Was passiert mit dem eingesammelten Abfall aus der Biotonne?
Die 14-täglich, bzw. im Juli und August, wöchentlich eingesammelten Bioabfälle werden zu einer Vergärungsanlage am Münchner Flughafen transportiert. Hier werden die Abfälle zunächst sortiert bzw. von Störstoffen befreit und anschließend zur Biogasgewinnung einem Vergärungsprozess unterzogen. Das gewonnene Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk verstromt und in das öffentliche Netz eingespeist.
Die Abwärme aus der Biogasanlage trocknet Hackschnitzel oder weitere Abfälle, um sie für die energetische Verwertung nutzbar zu machen. Aus den Gärresten werden in einem zweiten Verwertungsschritt hochwertiger Kompost erzeugt, der als Bodenverbesserer oder Dünger in der Landwirtschaft oder dem Garten- und Landschaftsbau zum Einsatz kommt. Durch diese sogenannte Kaskadennutzung kann das maximale stoffliche und energetische Potenzial der Bioabfälle ausgeschöpft werden.

Flyer Bioabfall

Abfallkalender 2019

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